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Berufsbildungsbereich Salzwedel

BBB
  1. Berufsbildungsbereiche Salzwedel

Im Berufsbildungsbereich der CJD Altmark-Werkstätten Salzwedel werden Menschen mit Behinderungserfahrungen auf die Tätigkeiten in der Werkstatt (WfbM) oder auf dem Arbeitsmarkt vorbereitet. Der Berufsbildungsbereich ermöglicht eine qualifizierte berufliche Ausbildung.

Zunächst wird das Eingangsverfahren besucht. Das Eingangsverfahren dauert in der Regel drei Monate. In dieser Zeit wird die Werkstatt mit dem Berufsbildungsbereich und den Arbeitsbereichen kennengelernt und erste Arbeitserprobungen werden durchgeführt. Sofern die Altmark-Werkstätten die geeignete Einrichtung für die berufliche Teilhabe und Bildung sind, schließt sich der Berufsbildungsbereich an. Der Berufsbildungsbereich dauert in der Regel zwei Jahre. Der Fokus liegt dabei auf die gezielte Förderung von geeigneten Tätigkeiten der Arbeitsbereiche der Werkstatt (WfbM) oder des Arbeitsmarktes. Hierbei erfolgt eine individuell abgestimmte Planung zur Förderung der Entwicklung und dem Fortschritt der Leistungsfähigkeit.

Der Berufsbildungsbereich kann in folgenden Praxisfeldern absolviert werden: 

  • Hauswirtschaft (Küche, Näherei, Reinigung & Wäschepflege)
  • Verpackung- und Montagebereiche
  • Holzbearbeitung 
  • grünes Berufsfeld.

Begleitender Dienst

Svenja Liestmann
Sozialpädagoge/in • FB Arbeit und Beschäftigung

Bergener Straße 2 29410 Salzwedel

Anja Schmidt
Sozialpädagoge/in • FB Arbeit und Beschäftigung

Bergener Straße 2 29410 Salzwedel

Die Drei Stufen des Berufsbildungsbereichs

  • 1.
    Das Eingangsverfahren
    Das Eingangsverfahren ist der erste Schritt in die berufliche Qualifizierung und dauert maximal drei Monate. Dabei lernen die Teilnehmenden die Werkstatt kennen, erproben verschiedene Tätigkeitsfelder und auf Grundlage der Eingangsdiagnostik wird ein individueller Bildungsplan erstellt.
  • 2.
    1. Jahr
    Im Eingangsverfahren erfolgt eine Erprobung in verschiedenen Arbeitsfeldern, meist durch Praktika innerhalb der Werkstatt. Durch individuelle Förderung sowie berufsbildende Maßnahmen in Theorie und Praxis werden fachliche und persönliche Fähigkeiten weiterentwickelt.
  • 3.
    2. Jahr
    Die Teilnehmenden vertiefen ihre Fähigkeiten im angestrebten Arbeitsfeld und sammeln praktische Erfahrungen durch Praktika in der Werkstatt und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Durch individuelle Förderung sowie berufsbildende Maßnahmen werden fachliche und persönliche Kompetenzen gestärkt und auf eine Tätigkeit im Arbeitsleben vorbereitet.
Zielgruppe

Menschen, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung besondere Unterstützung benötigen, haben die Möglichkeit, an einer berufsbildenden Qualifizierungsmaßnahme in den CJD Altmark-Werkstätten Salzwedel teilzunehmen. Die Werkstätten sind eine anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).

Ziel ist es, Fähigkeiten zu fördern und zu qualifizieren, sodass eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder im Arbeitsbereich der Werkstatt möglich wird. Die Qualifizierungsmaßnahme erfolgt im sogenannten Eingangsverfahren sowie im Berufsbildungsbereich (BBB) der WfbM.

Während dieser Zeit stehen umfangreiche begleitende Dienste zur Verfügung. Dazu gehören psychologische, pädagogische und soziale Fachkräfte, die eine individuelle Betreuung und Unterstützung gewährleisten.

Die Ziele und Aufgaben

Ziel der Qualifizierung ist der Aufbau arbeitsrelevanter Fähigkeiten, die in verschiedenen Berufsfeldern eingesetzt werden können. Gleichzeitig wird die Selbstständigkeit gefördert und die persönliche Entwicklung unterstützt. Dazu gehört auch die Entwicklung von Fertigkeiten für ein möglichst eigenständiges Leben.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung sozialer Kompetenzen. Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und der konstruktive Umgang mit Konflikten werden gezielt vermittelt. Zudem erfolgt eine Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, beispielsweise durch Praktika, Betriebsbesuche und Bewerbungstrainings. Dabei werden Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung gestärkt.

Fachpersonal

Gruppenleiter*in:

  • Ansprech-/Vertrauensperson
  • Krisenintervention
  • Anleitung, Beratung, Hilfestellung für Klient*innen
  • Durchführung allgemeiner und beruflicher Bildung zur Persönlichkeitsentwicklung
  • Erstellen von Fähigkeitsanalysen, Eingliederungsplänen uvm.

Begleitender Dienst:

  • vertritt Interessen der Beschäftigten
  • Schnittstelle zwischen Kostenträgern, Angehörigen, Schulen usw.
  • Ansprechpartner*in
  • Krisenintervention
Kosten und Antragstellung

Vor der Aufnahme in die Werkstatt muss beim zuständigen Leistungsträger – in der Regel der Agentur für Arbeit oder der Deutschen Rentenversicherung – ein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben gestellt werden. Die Kosten für die gesamte Maßnahme werden vom jeweiligen Kostenträger übernommen.

Während dieser Zeit besteht Anspruch auf Grundsicherung oder – bei bereits bestehendem Rentenanspruch – auf entsprechende Leistungen. Zusätzlich wird durch den Kostenträger Ausbildungsgeld gezahlt. Wenn zuvor bereits eine berufliche Tätigkeit ausgeübt wurde, kann stattdessen Übergangsgeld gewährt werden.

Der Begleitende Dienst der CJD Altmark-Werkstätten unterstützt bei der Antragstellung und steht beratend zur Seite.